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Freiheit

 

Francesco Filidei
I funerali del’anarchico Serantini (2006)
für sechs Spielern an Tischen

Tiziano Manca
Nel labirinto (2003)
für Trompete, Posaune, Schlagzeug, Grosse Trommel, Gitarre, Cello, Klavier

Beat Furrer
linea dell’orizzonte (2012)
für Ensemble


Der Entwurf von Freiheit schließt das Sprechen über Unfreiheit mit ein: so ist das beklemmende Requiem auf den Anarchisten Serantini zu verstehen, der für Freiheit demonstrierte und in Gefangenschaft an den Verletzungen starb, die ihm Polizisten zugefügt hatten. In seiner anklagenden Huldigung artikuliert sich der Komponist Francesco Filidei durch stumme Schreie, schematische Kopfbewegungen, zwanghafte Gesten. Sein Landsmann Tiziano Manca sucht Freiheit des Gefühls und ist in einem Labyrinth gefangen, das in nicht endender Wiederholung kleinste Ausdrucksgesten mit dem eigenen schweren Pulsschlag konfrontiert. Und Beat Furrers Spiel von Bild und Abbild, von Figur und Schatten findet erst in der Weite zu einer Einheit: Die Unschärfe verschwindet in der Flucht des Horizontes, Sinnbild der Freiheit und unerreichbare Ferne.

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