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Donaueschingen – Gesellschaft der Musikfreunde – 05.03.2016

Samstag · 05.03.2016 · 20:00 Uhr · Strawinsky Saal, Donaueschingen

Mit ensemble recherche, Das Neue Ensemble und ascolta

Martin Fahlenbock/ensemble recherche beim blind date musik talk im Rahmen eines Konzerts der Ensemble Gesellschaft am 5. März 2016 im Strawinsky Saal Donaueschingen

Martin Fahlenbock/ensemble recherche beim blind date musik talk im Rahmen eines Konzerts der Ensemble Gesellschaft am 5. März 2016 im Strawinsky Saal Donaueschingen

Daniel Agi/Neues Ensemble und der Komponist Nicolas Tzortzis im blind date music talk beim Konzert der Ensemble- Gesellschaft im Strawinsky Saal Donaueschingen am 5. März 2016

Daniel Agi/Neues Ensemble und der Komponist Nicolas Tzortzis im blind date music talk beim Konzert der Ensemble- Gesellschaft im Strawinsky Saal Donaueschingen am 5. März 2016

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Dialognester II: Ensemble-Gesellschaft bei Sommer in Stuttgart

DNE

Publikum und die Ensembles im Austausch.

„An sich ist es nichts neues, dass es solche Instrumente gibt oder dass etwas anderes gemacht als sonst. Aber es war eine sehr witzige Komposition.“ (Zuhörerin) – „Ja, Humor!“ (Musiker)

„Es geht um die Herausforderung, etwas zu halten, das ein Eigenleben hat.“ (Musiker)

„Wie geht es euch mit Musik, bei der die Instrumente nur noch instrumentalisiert werden, wo im Grunde nicht mehr der Seelenkörper erforscht wird, sondern es nur noch Kopfmusik ist?“ (Zuhörerin)
„Es ist, als ob die Instrumente von Krankheiten befallen werden.“ (Komponist)

„Manchmal kann man Musik nicht verstehen, wenn man sie nur hört, sondern man muss sie auch sehen.“

„Es kam mir vor wie der Wald der Solutide, sehr poetisch.“ (Zuhörerin)

„Ich weiß nicht, warum die Konzerte nach Themen betitelt wurden. Vielleicht will man das strukturieren und dem einen Namen geben? Ich kannte den Titel vorher nicht, ich habe das ohne den Filter gehört.“ (Zuhörerin)

„Man hätte auch das gesamte Konzert ‚Forschung‘ nennen können.“ (Zuhörer)

„In der neuen Musik ist der Dirigent nur noch Koordinator, die Ausgestaltung liegt mehr bei den Musikern.“ (Musiker)

„Im Konzerthaus Berlin haben sie das Stück Wald auch gespielt, mit Video im Hintergund. Kurz vor dem Höhepunkt am Schluss sprang einer auf und sagte, er kann den Scheiß nicht mehr höhen und ist zur Tür rausgerannt. Sowas passiert wohl heute auch noch.“ (Zuhörer)

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Dialognest I: Die Ensemble-Gesellschaft bei Sommer in Stuttgart

Dialognest vor dem Theaterhaus Stuttgart

„Ich bin süchtig nach neuer Musik.“

Die Ensemble-Gesellschaft war dieses Jahr zu Gast bei Sommer in Stuttgart. Ziel war, mit dem Publikum in einen Austausch zu kommen.

„Musique concrète? Elektronik, Musik der Zukunft aus Sicht der Siebziger, Geräusche.“

„Ich reise der Musik nach.“

„In Donaueschingen bin ich seit 40 Jahren, ich fahre auch zu März Musik.“
Anderer Gast: „Für mich ist es das zweite mal“

ensemble recherche gab den Kompositionsauftrag für ein Liebeslied an verschiedene Komponisten, jeder hatte eine andere Vorstellungen: „Manche Komponisten fühlten sich bei dem Auftrag fast vor den Kopf gestoßen.“

Zentral ist für die Ensembles der menschliche Austausch, neben dem musikalischen Austausch. Die Ensemble-Gesellschaft ist auch eine Form der Gesellschaft: „Wenn ich neue Musik hören will, muss ich sie bei den kleinen Ensembles suchen. Was sagt das über unsere Gesellschaft? Guerilla-Formationen. Wie independent labels.“

Haben sich die Erwartungen erfüllt?:
„Das hat man nicht erwartet und das tat es auch nicht.“

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Sommer in Stuttgart

der sommer

Orchester, aber demokratisch. Höchste künstlerische Qualität, aber risikofreudig, selbstbestimmt und autonom. Sechs Ensembles, die ihre Arbeit und ihr Selbstverständnis unter künstlerisch-gesellschaftlichen Aspekten hinterfragen, präsentieren und nutzbar machen. Im Zentrum dieser Gesellschaft: Der Dialog. In den Pausen und auf der website stehen die Musiker aller Ensembles für Fragen und Gespräche mit dem Publikum bereit. Sie reden über das, was bewegt – musikalisch und gesellschaftlich.

PROGRAMM

Samstag | 13.06.2015 | 19:00 Uhr | Theaterhaus Stuttgart
Eintritt 15€/10€

Freiheit
Werke von Hèctor Parra, Frederic Rzewski, Nicolas Mondon und Marina Khorkova
ascolta, Leitung: Michael Wendeberg

Lebenstraum
Werke von Wojtek Blecharz, Tansy Davies und Saskia Bladt
El Perro Andaluz, Leitung: Lennart Dohms

Harmonie
Werke von Gérard Grisey und Pierre Boulez
Das Neue Ensemble, Leitung: Stephan Meier

Liebeslieder
Lieder von Lucia Ronchetti, Hans Abrahamsen, Johannes Schöllhorn u.a.
ensemble recherche

Sonntag | 14.06.2015 | 11:00 Uhr | Theaterhaus Stuttgart
Eintritt 15€/ 10€

Heimat
Werke von Enno Poppe und Anton Webern
Ensemble Resonanz, Leitung: Hermann Bäumer

Forschung
Werke von Anna Korsun, Jagoda Szmytka, Eduardo Moguillansky
Ensemble Mosaik, Leitung: Eduardo Moguillansky

Solitude
Werke von Christopher Trapani, Jan Esra Kuhl und Nicolas Tzortzis
ascolta, Das Neue Ensemble, ensemble recherche, El Perro Andaluz

Den Flyer von „Sommer in Stuttgart“ finden Sie hier.

13./14. Juni 2015
Ensemble-Gesellschaft

im
Theaterhaus Stuttgart
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart

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Musik – Resonanz – Dialog: Die Ensemble-Gesellschaft in Hannover und Berlin

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„Sechs der besten Ensembles, die wir in Deutschland haben, (…) präsentieren in einer sonst nicht zu erlebenden Breite (…) Abenteuer“

„Mit der Ensemble-Gesellschaft ist ein Stein ins Rollen geraten. Es scheint an der Zeit, dass Förderinstitutionen und Kulturpolitik anfangen umzudenken, soll sich die Neue Musik tatsächlich gesellschaftsfähig und die Gesellschaft Neue Musik-fähig erweisen.“

10.6., Deutschlandradio Kultur, Gisela Nauck über die Ensemble-Gesellschaft

Nach drei Veranstaltungen im vergangenen Jahr war die Ensemble-Gesellschaft Ende April zu Gast in Hannover und Berlin. Im Vordergrund: Der Dialog. Gesellschaftsrelevante Themen wie Liebe, Harmonie, Freiheit, Heimat, Forschung und Lebenstraum wurden in neun Konzerten mit unterschiedlichsten Mitteln be- und durchleuchtet und in den Pausen zur Diskussion gestellt.

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Ein reger Austausch fand in den den Pausen beim Blind Date Musik Talk in Hannover und in den Dialognestern in Berlin statt. Hier ein paar Kommentare aus den drei Tagen:

„In den Ensembleproben mit neuen Werken: wann muss über ein Stück gesprochen werden, wann reicht die musikalische Verständigung über die Noten nicht aus?“ (ein junger Mann)

„Jeder Komponist erfordert eine andere Art zu proben.“ (ensemble recherche)

„Inwiefern beeinflussen sich die Interpretationen alter und neuer Musik gegenseitig?“ (Studentin)

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„Ich fand das richtig antiquiert, dass mit Dirigent gespielt wurde.“ (älterer Herr)

„Würdest Du sagen, dass die Basisdemokratie in der Ensemblearbeit nicht funktioniert?“

„Was wünscht ihr euch denn von uns als Publikum?“ (ein Mann)

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„Ein Konzert, das ist das Echte, das Unmittelbare.“ (ein Mann)

„Die Idee, dass verschiedene Ensembles auftreten, mit jeweils einer Gesprächspause mit den Musikern dazwischen, finde ich klasse. Diese Art von Dialog, der aus dem eben Gehörten entsteht, bring die neue Musik relativ schnell nahe.“ (Kommentar zum Berliner Konzert auf www.twotickets.de)

 

Zum nachhören: Bericht auf SWR 2 vom 30. April.

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Der Dialog geht weiter!

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Im April lädt die Ensemble-Gesellschaft wieder zum Dialog ein. Dieses Mal nach Hannover und gleich zweimal nach Berlin. Wie schon im November vergangenen Jahres stehen die Musiker der Ensembles in den Konzertpausen dem Publikum wieder Rede und Antwort. Was hat sie bewegt, was berührt? Was hat Sie vielleicht sogar verunsichert oder verwirrt?

Aber auch schriftlich wird es wieder die Möglichkeit geben, das Erlebte in Worte zu fassen. Hier auf der Website oder direkt vor Ort:

EG Fragen

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Auftaktwochenende

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In der letzten Woche nun endlich der Auftakt der Ensemble-Gesellschaft! Drei großartige Konzerte in unterschiedlichen Räumlichkeiten mit ganz unterschiedlichen Reaktionen des Publikums. Die Ensemble-Gesellschaft will den Dialog. Sie möchte erfahren, was die Menschen empfinden, die ihre Konzerte besuchen. Sie sucht Orientierung für die eigene Arbeit. Will lernen. Daher wurden Fragebögen verteilt, es gab den “Blind-Date-Music -Talk” in den Pausen, Menschen wurden interviewt. Und was ist dabei herausgekommen?

Wir werden die Auswertung der Materialien zeitnah auf dieser Seite veröffentlichen. Anfangen werden wir heute mit ein paar Kommentaren des Publikums aus den Pausen des Hannoveraner Konzerts. Anmerkungen dazu? Kommentieren Sie den Kommentar!

Dame mittleren Alters:

„Der Forschungsgedanke wurde für meine Begriffe vor allem in den Stillen deutlich. Das Forschen war dann ein Innehalten, ein Suchen nach dem Weg.“

Älteres Ehepaar, sie:

„Es macht mir Spaß zu sehen, wie die Musiker die Musik erzeugen. Heute Abend waren nur atypische, keine klassischen Methoden zu hören und zu sehen. Jedes Instrument war verändert. Das war für mich der Forschungsaspekt im Konzert. Das finde ich spannend.“

Podiumsgespräch in der zweiten Pause. Zwei Fragen an eine Dame mittleren Alters:

Konnten Sie den Forschungsgedanken im ersten Teil und den Lebenstraum im zweiten Teil des Konzerts hören?

Beim Ensemble El Perro Andaluz habe ich eher Lebensraum gehört – in den Fragmenten der einzelnen Bilder und in dem sich Abwechseln der Klänge. Der Lebensraum war dann vor allem in dem Platz dazwischen. Das Forschen im ersten Teil kam für mich am stärksten im zweiten Stück heraus. Da waren Einzelklänge auch für mich, für meine Ohren erforschbar. Beim ersten Stück waren die Klänge zu sehr aufeinandergestapelt, also zu viel Klang auf einmal. Ich hab’s lieber minimalistisch.

Waren Emotionen mit dabei als Sie zugehört haben?

Ja, trotz der lauten Akustik habe ich eine innere Ruhe gespürt. Und die hatte ich mir auch gewünscht.